Diät, Essen, Übergewicht, Hyperphagie

Eines der Hauptmerkmale des Prader-Willi Syndroms ist ein unstillbarer Appetit, zwanghaftes Essen, die von den Betroffenen selbst nicht steuerbar sind. Eine herabgesetzte Stoffwechselgeschwindigkeit führen oft zu lebensbedrohlicher Gewichtszunahme, die sehr schnell erfolgen kann. Herz-Kreislaufstörungen und Diabetes sind die daraus erscheinenden Folgekrankheiten. Zwanghaftes Essen beginnt gewöhnlich zwischen 2-4 Jahren. Einige Patienten lernen es, zu festgesetzten Zeiten zu essen und verweigern vielleicht bestimmte Speisen, aber der unersättliche Drang nach Nahrung bleibt bestehen. Das Erschleichen und Stehlen von Nahrung ist möglich.

Zunehmendes Alter erhöht die Geschicklichkeit. Eine ständige Überwachung der Nahrungsaufnahme ist für Prader-Willi Syndrom Betroffene notwendig. Bis heute hat sich keine medikamentöse Behandlung und kein chirurgischer Eingriff als Mittel zu langfristiger Gewichtskontrolle als hilfreich erwiesen.

Ein verminderter Kalorienbedarf bei erhöhter Körperfettmasse liegt bei PWS Patienten vor. Eine streng überwachte und ausgeglichene Diät, deren Kalorienzahl für jedes PWS Kind und jeden PWS Erwachsenen individuell angepasst werden muss, trägt in Verbindung mit regelmäßiger körperlicher Bewegung zu einer Gewichtskontrolle bei. Nur in Übereinstimmung mit Ärzten und Diätassistenten soll eine ausgewogene und kalorienarme Nahrung (d.h. ausreichende Versorgung mit allen Nahrungsbestandteilen, keine Wachstumshemmung durch übermäßige Restriktion der Nahrungszufuhr) zusammengestellt werden.